am Eingang zum Landschaftsschutzgebiet Ammerbachtal, Amberg

Entwicklungsziel: „Profilierung als Tourismusregion unter besonderer Berücksichtigung der naturräumlichen und kulturellen Potentiale“

Handlungsziel: „Drei Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität“

Projektträger: Stadt Amberg

Förderhöhe: 60%

Das Landschaftsschutzgebiet Ammerbachtal liegt im Westen der Stadt Amberg, am nördlichen Eingang zum Naturpark Hirschwald. Auf einer Gesamtfläche von ca. 288 ha erstreckt sich eines der wichtigsten Naherholungsgebiete des Stadt Amberg, ein ehemaliger Standortübungsplatz. Die typische Karst- und Juralandschaft der Frankenalb mit Kalktrockenrasen und Magerrasen wird im Ammerbachtal extensiv mit (Jura-Distl) Schafen beweidet. Der Landeskundliche Rundweg „Am Ammerbach“ mit zehn Stationen führt vorbei an der Wallfahrtskapelle Maria Schnee von 1664, der Wüstung Rammertshof, einer ehemaligen Turmburg aus der Zeit des Hochmittelalters, Streuobstwiesen mit zum Teil über 80 Jahre alten Obstbäumen, der Rammertshofer Mühle sowie dem Naturdenkmal Kreuzstein.

Um das Landschaftsschutzgebiet zu wahren und auf die Besonderheiten im Gebiet aufmerksam zu machen entsteht am nördlichen Eingang zum Ammerbachtal ein Infopoint. Dieser wird in drei Bereich aufgeteilt: Parkplatz, Sitz- und Informationsbereich sowie eine Streuobstwiese.

Der Parkplatz ist für ca. 30 PKWs vorgesehen sowie für Motor- und Fahrräder. Im weiteren Teil des Areals entsteht ein moderner Pavillon, der sich gestalterisch ideal in die Landschaft einfügt. Neben einem Sitzbereich mit Schäfchen, die zum Spielen animieren sollen, wird es einen Lernbereich für Kinder in Form eines Boden- und Waldlehrpfades geben. Als weitere Aufenthaltsmöglichkeit entstehen Baumstämme und ein Steinkreis, die an die verschiedenen heimischen Baumarten sowie den früheren Sandsteinabbau erinnern sollen. Abschließend folgt eine Streuobstwiese, die zugleich den nahtlosen Übergang zum Landschaftsschutzgebiet darstellt.

In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hirschwald entstanden folgende Themen für die Informationstafeln: „Historie des ehemaligen Standortübungsplatzes“, „Schafbeweidung“, „Streuobstwiese mit Verwertung“, „Ammerbachtal mit historischer Mühlennutzung und Renaturierung des Baches“, „natürliche Ausstattung seltener Lebensräume, Pflanzen und Tiere sowie geologischer Besonderheiten“ und „Nutzer des Naherholungsgebietes“.

Die Zufahrtsstraße wird in Eigenregie der Stadt Amberg asphaltiert. Die Maßnahmen zur Besucherlenkung, ausgehend vom neuen Infopoint, werden über den Naturpark Hirschwald finanziert.

Gesamtkosten (geplant): 88.891,00 €