LAG-Entscheidungsgremium am 02. Oktober 2018

In der Sitzung des LAG-Entscheidungsgremiums am Dienstag, den 02. Oktober 2018 wurde über folgende Projekte abgestimmt:

Industriewelten begreifbar machen: Made in Germany – Made in Ostbayern / Neukonzeption der Abteilung Industriegeschichte im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern, Kulturschloss Theuern

Sowohl im Bergbau- und Industriemuseum Theuern als auch im Industriemuseum Lauf wird dem Besucher die regionale Industriegeschichte der letzten zwei Jahrhunderte nahe gebracht. Beide Museen legen großen Wert darauf, den Menschen und seine Arbeit, Arbeitsbedingungen und Lebensumstände darzustellen. Dabei nähern sich die zwei Ausstellungen dem Thema auf unterschiedliche Art und Weise: Während das Bergbau- und Industriemuseum Theuern die Entwicklung der Industrie in einem zusammenhängenden chronologischen Ablauf anhand von Zeitzeugendokumenten und entsprechenden historischen Objekten aufzeigt, beleuchtet das Industriemuseum Lauf – bedingt durch die in-situ-Situation (d.h. historische Technik in historischen Gebäuden am historischen Standort) – schlaglichtartig die regionale Industriegeschichte, wobei hier den technischen Prinzipien besondere Bedeutung zukommt. Bei der Ausstellung im Bergbau- und Industriemuseum Theuern wird dem Besucher ein Einblick in die Welt der Industrie zwischen 1800 und der Gegenwart auf sechs übersichtlichen Epochen vermittelt. Die Besucher werden dabei entdecken, dass „Made in Ostbayern“ heute weit mehr ist als Glas, Porzellan, Gusseisen, Stahl und Holz. Warum sich Unternehmen damals in ländlich-idyllischen Regionen niedergelassen haben und den Standort Oberpfalz schätzen. Und wie aus ihnen heute weltweit bekannte Firmen wurden. Neben Hör- und Videostationen wird es Mitmachstationen geben die auch für Kinder leicht erfassbar sind. Insgesamt betragen die Kosten für das Projekt 519.791,00 € (brutto). Durch das Kooperationsprojekt ist ein Fördersatz von 70% möglich, da der überwiegende Nutzen im Amberg-Sulzbacher Land und somit im Raum mit besonderem Handlungsbedarf liegt. Die maximale LEADER-Förderung für das Projekt in Theuern liegt bei 200.000,00 €.

Das Projekt „Industriewelten begreifbar machen: Made in Germany – Made in Ostbayern / Neukonzeption der Abteilung Industriegeschichte im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern, Kulturschloss Theuern“ übertrifft die notwendige Mindestpunktzahl des Projektbewertungssystems. Alle zur Abstimmung anwesenden Gremiumsmitglieder beteiligten sich an der Abstimmung. Beschlussfassung 8 x ja, 0 x nein.

„KuBe – Kultur- und Begegnungszentrum“, Freihung

In der Marktgemeinde Freihung leben derzeit neben 35 Asylbewerbern auch ca. 400 Amerikaner, die im benachbarten Truppenübungsplatz stationiert sind und dort ihren Dienst verrichten. Dies macht gut ein Fünftel der Gemeindebürger aus. Es  gilt diese Familien, allen voran die Kinder und Jugendlichen so gut wie möglich in die Gemeinschaft zu integrieren. Eine gute Möglichkeit der Integration ist hier der zwanglose Treff für Heranwachsende, denn hierbei werden vorrangig die bestehenden Sprachbarrieren bestens überwunden. Um herauszufinden, was den Heranwachsenden wichtig ist, wurde ein Jugendworkshop veranstaltet sowie das Projekt „Heimatforscher“ an der örtlichen Grundschule thematisiert. Aus den vielen Ideen die dabei gesammelt wurden, kristallisierte sich der zentrale Wunsch nach einem Treffpunk für alle Kinder- und Jugendliche außerhalb des Vereinslebens, zentral und für jedermann zugänglich – egal welcher Herkunft, heraus. Mit dem Kultur- und Begegnungszentrum entsteht ein interessanter, moderner Treffpunkt für alle Gemeindebürger, egal ob jung oder alt, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Ein Treffpunkt, der für jeden offen steht und tagsüber zugänglich ist. Neben Spiel- und Sitzmöglichkeiten wird es auch Informationsmöglichkeiten geben, die die Kultur und Entstehungsgeschichte des Marktes Freihung, die unmittelbar mit dem ehemaligen Bleibergwerk verbunden ist, thematisieren und darstellen. Insgesamt betragen die Kosten für das Projekt ca. 130.000,00 € (brutto), das entspricht einer Leader-Förderung von 65.546,00 €.

Das Projekt „KuBe – Kultur- und Begegnunszentrum“ übertrifft die notwendige Mindestpunktzahl des Projektbewertungssystems. Alle zur Abstimmung anwesenden Gremiumsmitglieder beteiligten sich an der Abstimmung. Beschlussfassung 8 x ja, 0 x nein.

 

„Jurhof Schmidstadt“

Für das geplante Projekt in einem leerstehenden Gasthaus (Erdgeschoss und Teile des 1. OG) gibt es einen Mietvertrag über zehn Jahre mit Option auf Verlängerung. Neben einer bereits bestehenden heilpädagogischen Wohngruppe soll nun ein natur- und umweltpädagogisches Zentrum entstehen mit den vier Themenschwerpunkten Umweltbildung, Lernort Bauernhof, Freizeit und Familie sowie Erwachsenenbildung. Zwei bis drei Klassen sollen wöchentlich die Angebote nutzen. Hauptzielgruppe sind Bildungseinrichtung aus der nahen Umgebung sowie aus dem benachbarten Landkreis Nürnberger Land. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 127.000,00 € (brutto).

Das Projekt „Jurahof Schmidstadt“ erreicht nicht die notwendige Mindestpunktzahl des Projektbewertungssystems und erfüllt somit nicht die notwendige Mindestpuktzahl des Projektbewertungssystems.

 

„Erzweg Luitpoldhütte Amberg“

Entlang des Luitpoldhüttenweges sollen elf Infostationen mit 30 Hinweistafeln entstehen, die Besuchern interessante Hintergrundinformationen zur Montangeschichte der Stadt Amberg liefern. In einem weiteren Schritt ist ein sogenanntes „Eisenpanorama“, eine Aussichtsplattform auf dem Erzberg, die zum Verweilen einladen soll, geplant. Am selben Ort befand sich auch früher schon ein Aussichtspavillon. Darüber hinaus ist die Platzierung von originellen Eisenskulpturen im Stadtgebiet Amberg, beispielsweise des „Ironmans“, als zusätzlicher Hinweis auf die regionale Erzgeschichte vorgesehen. Der „Erzweg Luitpoldhütte Amberg“ weist eine Ergänzungsschlaufe zum bereits bestehenden Erzweg im Landkreis Amberg-Sulzbach auf. Zunächst wird nur der Erweg mit Gesamtkosten von 170.150,00 € (brutto) errichtet, das entspricht einer LEADER-Förderung von ca. 85.000,00 €.

Das Projekt „Erzweg Luitpoldhütte Amberg“ übertrifft die notwendige Mindestpunktzahl des Projektbewertungssystems. Alle zur Abstimmung anwesenden Gremiumsmitglieder beteiligten sich an der Abstimmung. Beschlussfassung 8 x ja, 0 x nein.