Montangeschichte Sulzbach-Rosenberg: erfahren und erleben

Mitgliederversammlung der LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach e.V.
5. Oktober 2020
Unterstützung Bürgerengagement
1. Dezember 2020

Montangeschichte Sulzbach-Rosenberg: erfahren und erleben

Stadt Sulzbach-Rosenberg


Entwicklungsziel:
„Profilierung als Tourismusregion unter besonderer Berücksichtigung der naturräumlichen und kulturellen Potentiale“

Handlungsziel: „Inwertsetzung und Vernetzung von fünf regionalen kulturellen Besonderheiten“

Projektträger: Stadt Sulzbach-Rosenberg

Förderhöhe: 60%

Der Landkreis Amberg-Sulzbach kann auf eine über 1000-jährige Bergbautradition und ein reiches montangeschichtliches Erbe zurückblicken, was der Region einst den Namen „Ruhrgebiet des Mittelalters“ einbrachte. Bis heute haben die Gewinnung und der Handel mit dem Eisenerz ihre Spuren im Landkreis hinterlassen. So sind zum Beispiel auch der Förderturm auf dem im Jahr 1974 stillgelegten St.-Anna-Schacht-Gelände in Sulzbach-Rosenberg ein bedeutender Teil dieser Vergangenheit. Die Stadt ist sich dieser hohen Bedeutung bewusst und möchte daher den Förderturm und das Gelände für die Nachwelt erhalten und erlebbar machen. Es entstand die Idee, das Umfeld des Förderturms entsprechend zu gestalten und die Montangeschichte zu dokumentieren. Geplant ist ein geführter, barrierefreier Weg über das gesamte Gelände. Der historische Schachthallenboden enthält historische Gleise, Gleisschwellen und Pfostenstümpfe der Hallenkonstruktion, so dass der gesamte Hallenboden als Bodendenkmal behandelt wird. Der Weg ist eine Art Brücke mit Handlauf und Geländer, das gesamte Gelände des Förderturms wird zu den Nachbarn mit einem Stabgitterzaun abgetrennt. Er dient gleichzeitig als Verbindungsweg der angrenzenden Straßen. Ruheflächen, auch für größere Gruppen, mit Fahrradparkern, einer Ladesäule für E-Bikes sowie Bäumen und Bänken, einige davon in seniorengerechter Bauweise, werden integriert, um die verschiedenen Bereiche auf sich wirken lassen zu können. Diese Ruhefläche ist im Grundriss in der Form des Bergbauzeichens „Schlägel und Eisen“ gestaltet. Dieses Erkennungsmerkmal ist aus der Vogelperspektive, bei Luftaufnahmen und Navigationssystemen weithin als Bergbauort ersichtlich und einzigartig. Die vorgenannten Themenbereiche werden mit einer aussagekräftigen Beschilderung aus Text und Fotos erklärt.

Gesamtkosten (geplant): ca. 365.357,45 € brutto